Frühjahrseinsatz auf Kälberwerder mit Rekordbeteiligung

Am Samstag, dem 26. April wurde die Insel für die sommerliche Nutzung vorbereitet. Nach langer Trockenperiode hatten die Wetterfrösche für diesen Tag ergiebige Niederschläge angekündigt.

Und so waren wir ausnahmsweise froh, dass alles anders kam; wir bekamen nur zwei Tropfen zu sehen bzw. auf's Haupt.

Zwanzigeinhalb (!!!) Helfer - wenn ich meinen achtjährigen Sohn mitrechne - machten sich mit Ruder- oder Motorboot auf den Weg. Dies stellt im Vergleich der letzten Jahre einen schönen Rekord dar. Vor Ort fand sich dann auch kein Mangel an Arbeit.

Einige Wochen zuvor musste die Silberpappel südlich des Steges wegen akuter Gefährdung gefällt werden. Sie hatte sich bereits beim Orkan im letzten Sommer bedenklich geneigt und einige Äste verloren. Zusätzlich hatte der Klub bei dieser Gelegenheit auch die mit der Heimwerkersäge nicht mehr zu bewältigenden Stämme der bei dem Orkan umgestürzten Bäume zerlegen lassen. Daher warteten bei unserer Ankunft zahlreiche Baumscheiben mit Durchmessern um 1m auf kräftige Ruderer und -innen. Mit intensivem Einsatz der Kettensäge wurden einige Stücke transportabel gemacht.

Schließlich wurden drei kleinere Bäume umgesetzt, um die kahle Fläche in einigen Jahren wieder zu schließen. Die Reparatur eines nach Vandalismus stark beschädigten Klo's nahm ebenfalls reichlich Zeit in Anspruch.

Fast nebenher wurden die Tische aufgestellt, Zweige und Laub vom Rasen entfernt, und die Feuerstelle an einen neuen Ort gerückt. In Kürze werden wir neue Bleche einsetzen, damit sie dort auch gefahrlos benutzt werden kann.

Nach Stärkung mit Boulette und Getränken schöpften einige starke Herren neue Energie, um einen auf der Wiese liegenden Baumstumpf wieder aufzurichten. Bei einer Neigung von rund 45 Grad und nach 30 min schweißtreibender Arbeit setzte sich jedoch die Erkenntnis durch, dass fehlende Arbeitsmittel ein Fortführen des "Baum-Aufrichtens" zu gefährlich werden lassen würde.

Und was ist mit dem Strand und dem Schilf vom letzten Jahr? Leider haben Hochwasser und Wellenschlag die Anpflanzung an der nördlichen Spitze weitgehend weggespült, während die südliche Spitze - bis jetzt - überlebt hat. Die Palisaden boten offensichtlich keinen ausreichenden Schutz. Unser keiner Strand blieb erhalten und wird sicher wieder zum Badevergnügen einladen.

Und nicht nur die zahlenmäßige Beteiligung lag auf Rekordniveau, sondern auch die Dauer des Einsatzes mit etwa 3,5 Stunden. Deshalb ein ausdrückliches Lobs und herzlichen Dank an alle Helfer, die die - hoffentlich - angenehmen sommerlichen Stunden auf KW für alle Mitglieder ermöglicht haben.

Nun kann der Sommer kommen.

Kristian Kijewski