Die Geschichte des RaW
Der Wannsee. Seit 1906 die Heimat der Ruderer des Ruderklub am Wannsee, war mit 560 Mitgliedern im Jubiläums-Jahr 2006 der größte Ruderklub in Berlin. Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum hat der RaW eine Festschrift erstellt, zu der es hier mehr Informationen gibt.
Die wechselvolle Geschichte seit 1906 soll hier zumindest in Abrissen dargestellt sein:
- 13.09.1906
- Gründungsversammlung des Vereins bestätigt die Satzung
- 1906
- Klubvorsitzender: Alfred Wulf
- 1907-1909
- Klubvorsitzender: Heinrich Bredow
- 05.04.1908
- Einweihung des Klubhauses.
- 20.08.1908
- Information über die Aufnahme des RaW in den Deutschen Ruderverband (vgl. Monatlichen Mitteilungen 15, 1908/8, S. 3).
- 1910-1925
- Klubvorsitzender: Dr. Gustav Görs
- 1906-1913
- Außerordentlich schnelles Wachstum der Mitgliederzahl (Ende 1913: 327 Mitglieder).
- 1914-1918
- Am Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich fast die Hälfte der Mitglieder freiwillig zum Kriegsdienst. Insgesamt fielen 32 Mitglieder während des Krieges.
- 1919-1933
- Der Klub meistert Inflation und Weltwirtschaftskrise. Mitglieder des Klubs organisieren Großkundgebungen im Zeichen des Nationalismus in Berlin. Im Klub herrscht ein konservativer nationalistischer Geist.
- Mai 1925
- Gründung des Jung-RaW unter dem Jugendwart Franz Förster. Die Söhne der Mitglieder und deren Freunde im Alter von 15-18 Jahren sollten das Rudern und Kameradschaft kennen lernen.
- 1926-1945
- Klubvorsitzender: Selmar Seidenschnur
- 1933
- Die Gleichschaltung des RaW war die Konsequenz aus der Entwicklung des Nationalsozialismus.
- 1933-1945
- Rassistische, gegen die Juden gerichtete Entscheidungen des Klubs können nicht nachgewiesen werden.
- 1935-1936
- Beteiligung des Klubvorsitzenden, Selmar Seidenschnur, an den Olympiavorbereitungen.
- 1936
- Ausbildung von SS-Männern der „Leibstandarte Adolf Hitler“, die Neigung und Eignung zum Rennrudern haben.
- 1939-1945
- Während des Zweiten Weltkriegs sind ca. 90 Mitglieder gefallen oder verstorben. Von 1941-42 wird die Klubzeitung als Feldpost verschickt.
- 1948/1949
- Neugründung des RaW unter altem Namen mit neuer Satzung
- 1948
- Vorsitzender: Robert Neumann
- 1949-1950
- Vorsitzender: Theodor Krebs
- 1951-1953
- Vorsitzender: Walter Prinz
- 1952
- Beim Anrudern beteiligen sich 141 von 333 Mitgliedern
- 1953
- Theodor Krebs wird Schatzmeister des Deutschen Ruderverbandes (DRV), übt dieses Amt bis Anfang 1966 aus und wird zum Ehrenmitglied gewählt.
- 1954
- Vorsitzender: Robert Neumann
- 1955-1968
- Vorsitzender: Willi (Borke) Böttcher, Ehrenvorsitzender 1969-1977
- 1955
- Bootstaufe von fünf Booten. Dr. Walter Wülfing, DRV-Vorsitzender, tauft einen Rennvierer.
- 1956
- Zum 50-jährigen Klubjubiläum statten der BRC und andere Rudervereine die Seitenveranda (den „D-Zug“) und den Treppenaufgang mit Butzenscheiben aus.
- 1959
- Der legendäre Karl Adam besucht mit dem Ratzeburgachter den Klub.
- 13.08.1961
- Die Mauer trennt uns von acht Mitgliedern, die in Ost-Berlin wohnen.
- 1967
- Aufnahme des Kinderruderns durch Herabsetzung der Altersgrenze von 15 auf 12 Jahre, im Ausnahmefall auf 10 Jahre.. Betreuer sind Peter Sturm, Hannes Paschen, Uwe Beihl
- 1969-1973
- Vorsitzender: Heinz Pietsch
- 1974-2004
- Vorsitzender: Hans-Jürgen Sommer
- 1974
- Weiblichen Mitgliedern wird die Aufnahme ermöglicht und Aufnahme der Betriebssportgruppe Schering in den Räumen des RaW.
- 1976
- Mit Inbetriebnahme der neuen Feuerwache wird die Robertstraße in Scabellstraße umbenannt.
- 1979
- Im Internationalen Jahr des Kindes hat der Jung-RaW mit Senatsmitteln in Höhe von 15 TDM einen Spielplatz in Zehlendorf mit neuen Spielgeräten ausgestattet.
- 1980
- Der Vorstand wird nicht mehr für ein, sondern für zwei Jahre gewählt.
- 1981
- Das 75-jährige Klubjubiläum wird wegen Bauarbeiten im Bootshaus auf einem Fahrgastschiff gefeiert. Sanierung des Klubhauses und der Hauswartswohnung von 1982-1984 für rund 1 Mill. DM.
- 1984
- Erste touristische Fahrt mit Jung-RaWern nach Ost-Berlin. Es folgen Fahrten nach Potsdam und zum Spreewald. Sportbegegnungen sind nicht erlaubt.
- 1985
- 1. Pfingstkonzert im RaW mit Schorsch Rak und seiner Big-Band.
- 1986
- In drei Jahren wurden Boote, Skulls, Riemen, Bootsmotoren und Bootshänger für 125 TDM angeschafft.,Umweltausstellung des Jung-RaW beim Jugendempfang des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in Bonn.
- 1987
- 1. Tanzkurs im RaW, organisiert von Dirk Bublitz.
- 1988
- Der Vorsitzende, H.- Jürgen Sommer, wird mit der Ehrenplakette des Senats für besondere Förderung des Sports ausgezeichnet. Für das Jugendfreizeitheim Düppel des Bezirksamtes Zehlendorf werden jährlich in den Sommerferien zwei einwöchige Ruderkurse durchgeführt.
- 20.12.1988
- Gründung der Herbert Berthold Schwarz-Siftung im Ruderklub am Wannsee. In den letzten drei Jahren sind Baumaßnahmen für 1,5 Mill. DM erfolgt.
- 01.01.1990
- Mit einem Zuwachs von 56 Mitgliedern liegt der RaW in Berlin an der Spitze von rund 40 Rudervereinen. Insgesamt sind es 469 Mitglieder.
- 01.04.1990
- Grenzöffnung: Über 50 RaWer beteiligen sich mit hunderten von anderen Wassersportlern an der ersten Ruderwanderfahrt zur SG Dynamo Potsdam (jetzt wieder Potsdamer R-G).
- 1991
- Erstmals findet wieder eine Beteiligung an der Regatta in Grünau statt.
- 01.01.1994
- Mit 500 Mitgliedern liegt der RaW erstmals vor dem Berliner RC (492 Mitgl.). Die erste Position wird bis Anfang 1999 gehalten.
- 1995
- Der RaW wird als Zivildienststelle anerkannt. Empfang der Deutschen Ruderjugend zum 25-jährigen Jubiläum von „Jugend trainiert für Olympia“ in den Klubräumen des RaW.
- 1998
- Die aktualisierte Satzung mit Geschäftsordnung und Jugendordnung wird verabschiedet. Durchführung von jährlichen Kooperationsprojekten mit zwei Zehlendorfer Grundschulen (Dreilinden- und Conrad-Schule).
- 1999
- Beim RaW finden zum ersten Mal Filmaufnahmen für den „Havelkaiser“ mit Günther Pfitzmann statt. Zwei weitere Produktionen folgen.
Der RaW gewinnt das >>Grüne Band für vorbildliche Talentföderung<< der Dresdner Bank. Der Preis von 10.000 DM wird in einen Kinder-Doppelzweier investiert. - 2001
- Martin Bachmann gewinnt als erster RaWer den Äquatorpreis (42.342 km) des Deutschen Ruderverbandes. Der RaW belegt mit 43 Teilnehmern, davon 12 Jugendlichen, den 1. Platz beim Winterruderwettbewerb des Landesruderverbandes Berlin
- 2002
- 90 Jahre Klub-Nachrichten, sie sind alle seit Juni 1907 vorhanden. Röhrichtanpflanzung auf der Insel Kälberwerder durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
- 2003
- Die Schüler-Bigband THE PAUL´S spielt zum 7. Mal beim Pfingstkonzert.
- 2004
- Neben der Erweiterung des Damenumkleideraumes und der Sanitärräume wird die alte Kaimauer durch eine Stahlspundwand erneuert.
- 21.08.2004
- Katrin Rutschow-Stomporowski gewinnt bei den Olympischen Spielen in Athen die Goldmedaille im Frauen-Einer
- 15.09.2004
- Dem Vorsitzenden, H.- Jürgen Sommer, wird das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
- 06.02.2005
- H.- J. Sommer beendet nach 31 Jahren seine Tätigkeit als Vorsitzender und wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Mit Nadja Käber wird zum 1. Mal im RaW eine Frau zur Vorsitzenden gewählt.
- 22.06. – 07.08.2005
- Durchführung der 13. Sommerwanderfahrt des Jung-RaW (in Schweden) mit 27 Kindern / Jugendlichen und vier Betreuern über 251 km.
- 01.01.2006
- Mit 560 Mitgliedern, davon 108 Jugendlichen, ist der RaW der mitgliederstärkste Ruderklub von Berlin. Glanzvoller Festakt am 16. September zum 100-jährigen Klubjubiläum mit über 500 Teilnehmern. Die Festschrift erhält viel Zuspruch, auch wegen der kritischen Darstellung der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Von privaten Spendern wird eine Sonderausgabe der Klub-Nachrichten finanziert.
- 13.09.2007
- Die Föderalismuskommission II von Bundestag und Bundesrat trifft sich im RaW. Silber für Tina Manker bei den Junioren-WM in Peking/China.
- 04.12.2007
- Die Vorsitzende, der Schatzmeister und der stellv. Vorsitzende Sport treten zurück. Um die Geschäftsfähigkeit wieder herzustellen, wird Peter Sturm kommissarisch zum stellv. Vorsitzenden Sport gewählt.
- 2008
- Der neue Vorsitzende Kristian Kijewski lässt vier Rennboote im Wert von 42.000,- EUR taufen. Gold für Tina Manker und Hendrik Bohnekamp bei den U23-WM in Brandenburg. Der Jung-RaW erhält seit 1960 zum 16. Mal den Senatspreis für die beste Jugendarbeit und führt im 20. Jahr Ferienruderkurse für das Jugendfreizeitheim Düppel durch.Es wurde eine Rauchmelderanlage im ganzen Klubhaus installiert. Die Finanzierung erfolgte auf Empfehlung eines Mitglieds kostenfrei.
- 2009
- Der RaW qualifizierte sich für alle drei Weltmeisterschaft und belegte folgende Platzierungen:
WM in Poznan/Polen
Bronze Karsten Brodowski im 4x, 8. Platz Tina Manker im 2x
U23-WM Racice/Tschechien
Silber Julia Richter im 4x, Bronze Hendrik Bohnekamp im 4-, Bronze Linus Lichtschlag im Lgw 1x
Junioren-WM in Brive-la-Gaillarde/Frankreich
7. Platz Kevin Rakicki im 2-.
Für die 2. Etage wurde von unserer Dachdeckerfirma und mit fachlicherHilfe aus dem Vorstand ein zweiter Fluchtweg erstellt.
Der Ergometer-Raum wurde an das Notausgangssystem angeschlossen.
