21. Juni 2010

RaW Sportler erfolgreich beim 2. Ruder Welt-Cup in München

Mit vier Athleten war der RaW dieses Jahr überdurchschnittlich gut in der Welt-Cup Mannschaft vertreten und war somit ein entscheidender Träger der guten Bilanz des DRV.

Im exotisch besetzen Vorlauf (USA, Hong Kong 1, Hong Kong 2, Mexiko, Tschechien) konnten sich Linus Lichtschlag und sein Partner Lars Hartig (Friedrichstädter RG) vom Start weg an die Spitze des Feldes setzen und einen Sieg vor den USA und Mexiko errudern.

Das folgende Halbfinale war nicht weniger spannend besetzt: Neben Weltmeister Neuseeland warteten unteranderem zwei unberechenbare chinesische Mannschaften an der Startbrücke. Mit einem unerwartet schnellen Start konnten sich Linus und Lars gleich in Führung bringen und den Tempoverschärfungen und Zwischenspurts der Neuseeländer widerstehen, um als Sieger ins Finale einziehen.

Vom Start an versprach das Finale ein Dreikampf zwischen den Olympiasiegern Großbritannien, den vom Vortag sichtlich irritierten Weltmeistern Neuseeland und dem deutschen Nachwuchsboot zu werden. Bis zur 1500m Marke gelang es in einem spannenden Ding Dong Race keinem der Boot sich in Führung zu bringen. Dem starken Endspurt der Engländer konnte schließlich nur das neuseeländische Boot folgen. Linus und Lars kamen mit einer Länge Rückstand und gehörigem Vorsprung auf die übrigen Boote als Dritter ins Ziel.

 

Die rauen Wetterbedingungen machten dem deutschen Frauen Doppelvierer besetzt mit Tina Manker, Steffi Schiller (Potsdamer RG), Britta Oppelt (Hellas Titania) und Carina Bär (Heilbronner RG) im Vorlauf das Leben schwer. Nach nur kurzem gemeinsamen Training gelang es nicht sich bei starkem Wellengang den Britinnen zu widersetzen. Im folgenden Hoffnungslauf zeigte sich die gute Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs dann umso stärker und dominierte von Rennbeginn an das Feld. Mit deutlichem Vorsprung auf das zweite deutsche Boot und Dänemark gelang der Einzug ins Finale.

Die als Favoritinnen gesetzten Chinesinnen und dem britischem Boot stockte im Finale der Atem als diese durch einen fulminanten Start der Deutschen förmlich stehen gelassen wurden. Auf der Strecke wuchs der Rückstand auf zwischenzeitlich zwei Längen an und der Sieg schien sichergeglaubt, als das britische Boot auf den letzten 500m scheinbar Flügel bekam und drohte vorbeizufahren. Ins Ziel gerettet war die Freude dann auf Seite von Tinas Mannschaft.

 

Julia Richter und Ann Katrin Thiele (Leipzig) trafen schon im Vorlauf auf die international etablierten Tschechinnen. Nicht in ihrer Taktik zu erschütternd ruderte sich Julia konstant auf der Strecke in Führung und gewannen schließlich kontrolliert vor Tschechien und der Ukraine. Die Startliste des Finales an sich sprach schon für Dramatik. Neben Deutschland lagen die Vizeweltmeisterinnen aus Großbritannien, Ukraine, Weißrussland, Tschechien auch eine unbekannte aber nie zu unterschätzende chinesische Mannschaft am Start. Dem hohen Tempo der Britinnen war nicht zu folgen, dafür zeichnete sich ein spannender Zweikampf mit Tschechien ab. Im Ziel nur knapp geschlagen fand sich unser Boot auf dem ebenfalls dritten Platz ein.

 

Im Männer Vierer o. Stm. galt es für Berliner Mannschaft mit Hendrik Bohnekamp, Andreas Kuffner (BRC), Anton Braun (BRC) und Bastian Bechler (SCBK) nicht nur internationale Klasse, sondern auch ihre Überlegenheit gegenüber den beiden anderen deutschen Booten zu zeigen. Der Vorlauf kam einem Finale gleich! Nicht nur alle drei deutschen Boote, sondern auch die Engländer in ihrem Paradeboot wollten sich den direkten Einzug ins Finale erkämpfen. Unsere Berliner Jungs zeigten ihren gewohnt schnellen Start und gingen in Führung. Über die Strecke spielten allen voran die Briten ihre Erfahrung und physische Stärke aus und zogen vorbei. Hendrik, als Bugmann und Taktiker im Boot, gab das Kommando zum Kräfte sparen für den Hoffnungslauf. Dieser lief dann in gewohnter Dominanz unserer Nachwuchsmannschaft. Start-Ziel-Sieg gegen Boote aus Übersee und einem der deutschen Konkurrenten. Neuen Mut geschöpft jedoch der Übermacht von je zwei Booten aus Neuseeland und Australien ausgeliefert konnten sie sich den Einzug ins B-Finale sichern. Hier galt es jetzt noch einmal die interne deutsche Rangfolge festzulegen. Von den vorhergegangenen Rennen gezeichnet erreichte Hendriks Mannschaft den vierten Rang.

 

Die Ergebnisse des Wochenendes lassen auf international mitbestimmte Rennen beim 3. Ruder Welt-Cup in Luzern (9. – 11. Juli 2010) des RaW hoffen!

 

Videos der Finale: fisa.feedroom.com

Bilder: http://mediathek.rudern.de/v/20100620_Muenchen_RWC/

http://www.rwc-munich.com/2010/photos/photos.html

C. Liemann

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