
Servus Vienna – Wienerachter-Regatta 2026
09. Mai 2026
Auf Initialzündung des Neuköllner Ruderklub sprang der Funke auf den RaW über: Wir formten eine Renngemeinschaft aus Frauen des NRCB und des RaW für den Wienerachter am 9. Mai-Wochenende.
Dabei vom RaW waren Anna Moschik auf 8, Co-Schlag Sandra Henschel, Stefanie Reif, Sheila Elz, Anke Winter und ich sowie die Neuköllnerinnen Natalie, Tanja und Yvonne. Kaum war das vielversprechende Team besiegelt, buchten wir beim Wiener Ruderclub Pirat an der Alten Donau einen Rennachter, Ferienwohnungen und allerlei Kulturtickets, um den 4,7km langen Regatta-Rundkurs anzugehen und Wien zu besuchen.
Der Touchdown Wien begann ab Donnerstag musikalisch in der Wiener Staatsoper mit Donizetti und Weißwein sowie einem Kaffeehausausklang. Freitag erkundeten wir vormittags Kunstmuseen und Naschmarktstände, mit Anke Winter beim gekonnten Verhandeln von Preisnachlässen. Sheilas spontanes Flügel-Privatkonzert in der Bechstein-Filiale um die Ecke krönte den Nachmittag. Auch hatten wir eine Generalprobe auf der Alten Donau, wo wir mit Karacho um die Gänselhäufelinsel eine Testfahrt riemten. Einige erfrischten sich danach schwimmend am sonnigen Piratensteg. In Prater-Nähe dinierten das gesamte Team guter Dinge zünftig österreichisch und plauderten in entspannter Runde in den Abend hinein.
Der Regatta-Samstag brachte nach einem gemütlichen Frühstück ab mittags das Kontrastprogramm: einen Achtermassenstart. Die Frauencrew war fit und platzierte sich inmitten von Mixed- und jüngeren Rennmannschaften neben unseren einzigen Gegnerinnen: breitschultrigen Tschechinnen. Auch die Wiener Gastgeber bewahrten ihre Contenance, als Berlin beim flinken Ausbruch den Bugball kurz ganz vorn hatte ... und umgehend wieder in den Startblock zurückkomplimentiert wurde. Nach dem Flaggensignal (hinter den Steuerleuten geschwenkt) entlud sich die Anspannung: Bei hohen Schlagzahlen und starken Strudeln hängten wir uns eng an zwei Frauenachter, die dagegen hielten, sobald wir dem Heck näher kamen. Wir umpreschten die Bojen, nahmen weiter die Verfolgung auf - und wurden auf der 500m-Schlussgeraden von der tschechischen Crew mit einem Zeit-Abstand von einer halben Minute versilbert.
Im Schlussspurt hatte sich dazu ein gewiefter Steuerfuchs mit einem jüngeren Achter trotz breiter Reststrecke genau vor unseren Bug gelenkt, so dass wir um eine Bootslänge später als jener ins Ziel kamen. Wir spendeten unseren atemlosen Gegnerinnen Applaus, übergaben den Rennachter an die nächste Crew und fanden uns mit Club-Spezereien am Ufer wieder oder hüpften nochmals in die Alte Donau.
Unser persönlicher Clou: insgesamt Rang 15 von 56 als reifer Mastersfrauenachter. Noch ein Clou: kein Herumriggern an Booten Gelöst rundeten wir den Tag in der Innenstadt ab: sei es im Stephansdom, der einem ohrenzerfetzenden Unhinged-Punk-Konzert in der Nähe standhielt, sei es beim Kaffeehausschichttortenprosecco oder Boutiquenbummel und einem mediterranen Restaurantausklang im 6. Bezirk. Ein Riesendank geht ans begeisterungsfähige motivierte Team, das diese Kombi aus Regatta und Wienerischem rundherum gelingen ließ. Auf ein Drittes
Amina Grunewald

