
Die Müggelseeregatta ist umgezogen – Jedenfalls in diesem Jahr
09. Juli 2026
Nachdem im vergangenen Jahr mindestens fünf Achter vollschlugen und gerettet werden mussten, entschied sich der Veranstalter, der Ruderclub Ägir, die Strecke zu verändern.
Zu groß war das Risiko einer Szenenwiederholung. Die Müggelseeregatta 2026 startete also mit dem See im Rücken und führte stadteinwärts: die Müggelspree hinauf gegen die Böen, umrundete die Baumgarteninsel und anschließend gings mit dem Wind zurück.
Für die Steuerleute war die Strecke eine Herausforderung. Enge, teilweise nahezu rechtwinklige Kurven, dazu Schiffs- und Freizeitverkehr -- Konzentration war gefragt. Andererseits hat schlechtes Wetter auch seine Vorteile: Deutlich weniger Boote und Freizeitkapitäne wagen sich aufs Wasser. Ruderinnen und Ruderer schreckte das natürlich nicht. Über 50 Achter starteten. Ein Rekord, meint der Veranstalter.
Allein der RaW schickte vier Boote ins Rennen, darunter drei Frauenachter. Wenn wir es richtig verstanden haben, sorgte diese Premiere sogar beim Regattagründer und Ägir-Urgestein Pepe für anerkennenden Respekt. Für den RaW war es jedenfalls eine besondere Leistung: drei Frauenachter in einem Rennen!
Müggelseeregatta bedeutet aber mehr als Langstrecke. Sie bedeutet auch Erdbeerbowle, Tanz, Spaß, viele bekannte Gesichter, Gespräche, Lachen und Mitsingen. Und vor allem: unglaublich viel ehrenamtliches Engagement des gastgebenden Vereins.
Leider mussten im Laufe des Nachmittags wieder alle unter die Zelte flüchten, sodass ein Teil der Party buchstäblich ins Wasser fiel.
Der Müggelsee bleibt trotzdem eine der Lieblingsregatten in Berlin -- nicht zuletzt wegen des wunderbaren Gastgebers an der Müggelspree. Mit gerade einmal rund 220 Mitgliedern stemmt der Ruderklub Ägir eine Regatta dieser Größe. Respekt und herzlichen Dank an Ägir für diese großartige Veranstaltung!


