
Euro Masters Regatta München - der RaW war dabei
28. Juli 2026
Die beste Vorbereitung auf den Start bei der Internationalen Regatta in Bled? Ganz klar: die Euro Masters Regatta in München.
Hier kommt alles zusammen, was den Reiz einer großen internationalen Regatta ausmacht: Teams aus vielen Ländern, volle Startfelder, Wettkampfspannung und ein Hauch von Meisterschaftsatmosphäre. Wer hier an den Start geht, bekommt genau das internationale Feeling, das wenige Wochen später auch in Bled wartet.
Olympiastrecke München. 1972. Die Chronisten lieben sie. Und nach einem Jahr Pause war es einfach wunderbar, wieder auf dieser traditionsreichen Regattastrecke zu starten – auf klarem, grün schimmerndem Wasser.




Vier Tage lang führen die Euro Masters die europäische Ruderfamilie zusammen. Rennen in allen Alters- und Bootsklassen, gut über den gesamten Zeitraum verteilt – anders als bei den World Rowing Masters übrigens.
"Ein Haifischbecken", meinte ein erfahrener Beobachter mit Blick auf die Konkurrenz. Und tatsächlich: Die Felder waren deutlich stärker besetzt als noch vor zwei Jahren. Besonders die Mixed-Rennen sind enorm gewachsen. Für viele unserer Boote blieb ein Riesenmedaillenerfolg deshalb trotz starker Leistungen aus.
Ganz ohne Gold fuhr der RaW aber nicht nach Hause. Susi und Henrik gewannen den Mixed-Doppelzweier. Jörg schürfte Oberschleißheimer Gold zunächst im Mixed-Doppelzweier und später gemeinsam mit Martin und Uli im Vierer ohne.
Doch Medaillen erzählen nicht die ganze Geschichte. Viele Rennen wurden erst auf den letzten Metern oder sogar um Hundertstelsekunden entschieden. Aufgefahren, zurückgefallen, wieder herangekämpft – allein das Zuschauen war oft genauso spannend wie das eigene Rennen. Ein besonderer Vorzug der Olympiastrecke: Man kann die Rennen nahezu über die gesamte Distanz zu Fuß oder mit dem Fahrrad begleiten, filmen, coachen oder einfach mitfiebern. Das bieten nur wenige Regattastrecken – auch Bled mit seiner spektakulären Landschaft nicht.




Ein großes Kompliment verdienen die Moderatorinnen und Moderatoren, die vier Tage lang unermüdlich jedes Rennen mit Hintergrundwissen, Fachkenntnis und viel Begeisterung begleiteten.
Und natürlich gehört zu den Euro Masters weit mehr als der Wettkampf: Gespräche mit Ruderinnen und Rudern aus ganz Europa, Wiedersehen mit alten Bekannten, neue Kontakte, eine Pause im RaW-Zelt, ein Besuch bei den Ausrüstern oder ein gemeinsamer Abend im Biergarten.
Mit dabei waren in diesem Jahr 13 Rawerinnen und Rawer: Marion, Izzy, Johanna, Susi, Annett, Jörn, Martin, Pogo, Jörg, Burkhart, Uli, Alex und Henrik.
Schade nur, dass München nach aktuellem Stand in den kommenden zwei Jahren nicht Austragungsort der Euro Masters sein wird. 2027 geht es nach Kopenhagen, für 2028 steht der Austragungsort unseres Wissens noch nicht fest.
Mit vielen wertvollen Eindrücken, intensiven Rennen und einer guten Portion Wettkampfpraxis im Gepäck richtet sich der Blick nun auf das nächste internationale Ziel: Bled.