
Taufe unseres neuen Gig-Achters
22. August 2026
Wie häufig kauft ein Ruderklub einen nagelneuen Achter? RaW-Insider wissen, wie lange die Anschaffungen der „Berlin" und der „Wannseeexpress" zurückliegen. Da kommen einige Jahre zusammen. Insofern war die Bootstaufe unseres neuen Gig-Achters angemessen groß und feierlich: mit Sekt, Blumen, Riemenspalier, Applaus und Ansprachen.
Ein Achter ist etwas Besonderes: Acht Ruderinnen und Ruderer müssen zu einem Team werden, im gleichen Rhythmus rudern und das Boot gemeinsam bewegen. Und auch an Land braucht es viele, bis so ein Boot schließlich auf dem Wasser liegt.
Die Bootstaufe im August 2026 ist durch viele helfende Hände und großzügige Unterstützung möglich geworden. Zahlreiche Klubmitglieder haben sich um Planung, Auswahl, Bestellung, Finanzierung, Transport und die vielen kleinen und großen Dinge gekümmert, die rund um die Anschaffung eines neuen Bootes anfallen. Und natürlich wäre ein solches Projekt ohne unsere Spenderinnen und Spender nicht möglich gewesen. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank.
Nun ist er da: ein Schellenbacher aus der traditionsreichen österreichischen Werft, die 1931 von Max Heinrich Schellenbacher in Linz gegründet wurde. Wie unsere bewährte „Berlin" steht auch der neue Achter für hohe handwerkliche Qualität, geringes Gewicht, Robustheit und gute Steuerbarkeit.
Unser neuer Achter ist rot – knallig wie unser Vereinsrot – und in der Touring-Version gebaut. Der Ausbau aus edlen Hölzern, die integrierten Lautsprecher in den Luftkästen und die komfortable Stemmbrettverstellung verbinden klassische Bootsbauqualität mit moderner Ausstattung. Riemen- und Skullausleger stehen zur Verfügung. Die Sandwichbauweise macht unser neues, 17 Meter langes Schiff, unsinkbar.
Wir haben den Achter am 21. August 2026 auf den Namen Christel Volk getauft. Er erinnert an eine Frau, die heute kaum noch jemand persönlich kennt. Als langjähriges Mitglied des Frauenruderclubs FRCW war Christel Volk dem Rudersport eng verbunden. Auch zum RaW hatte sie über viele Jahre eine enge Verbindung. Ihr Mann Siggi Volk war ebenfalls Mitglied unseres Klubs – "sein" Boot fahren wir bis heute. Christel bedachte unseren Klub in ihrem Testament großzügig. Dafür sagen wir Danke.
Und was könnte schöner sein, als dass ihr Name nun weiterlebt – getragen von einem Boot über den Wannsee. Ein Boot, das den Teamgedanken verkörpert, für den der Achter wie kaum eine andere Bootsklasse steht.
aus den Ansprachen von Ulrike Thies und Stephanie Gereke





