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Ruderklub am Wannsee e.V.

Das Titelbild
© privat

Rund um Wannsee 2026. Alles neu.

03. Oktober 2026

Zeilen an den BRC
Vom Großen Wannsee zum Kleinen Wannsee ein paar Zeilen: Gratulation zu eurem Mut, die fast eingeschlafene Regatta neu aus der Taufe zu heben. Mit völlig neuem Konzept und anderer Strecke.

Ihr hättet es euch leichter machen können mit einer einfachen Absage der geschichtsträchtigen Umrundung. Habt ihr aber nicht. Es war ein großartiger 3. ruderischer Oktober. Eine tolle neue Langstreckenregatta. Aus mehreren Gründen.

Der Start an der Glienicker Brücke – symbolträchtiger geht es nicht. Was für eine großartige Idee. Ob alle Starter und Starterinnen gesehen haben, dass die Brücke bis heute farblich zweigeteilt ist in Ost und West? Vermutlich nicht. Dafür waren Aufregung und Konzentration sicherlich zu groß.

Zur Aufmunterung pflügten durchs wartende Starterfeld dann ja auch genug Ausflugsdampfer, die sich die Ruderboote aufs Korn nahmen. Jedenfalls fühlte es sich ein wenig so an. Genialer Startort, super ausgesucht. Uns hat's sehr gefallen.

Die Strecke – einfach wunderbar. Wenn man sie kennt, muss man eigentlich gar nicht rausschauen, man hat als Wannseeanrainer die Schönheiten im Blut: Matrosenstation, Schloss Babelsberg, Bellevue, Heilandskirche, Kirche St. Peter und Paul, Pfaueninsel, Schwanenwerder, Liebermannvilla. Knapp 9 Kilometer, voll gespickt mit Geschichte.

Niemand hatte die Absicht, aus dem Boot zu schauen. Vielleicht aber guckte der/die eine oder andere doch. Klammheimlich, unerwischt und entzückt. Zu Recht! Wir haben ja das schönste Revier Deutschlands, da auf unseren Gewässern. Wir und ihr wissen, weshalb.

Die Brückendurchfahrt kurz vorm Ziel: janz schön eng. Aber es scheint ja verlustfrei geklappt zu haben. Selbst bei Gegenverkehr durch die *...schiffe. Ruderer sind eben auf Qui-vive.

Zuschauer? Zuschauer! Die Glienicker Brücke war voll. Und am Rand der Strecke waren Fans und Family angereist, die Rufe waren zu hören. Gerade auch auf den letzten Metern der neuen Langstrecke. Unter der Wannseebrücke, auf der Brücke, beim Schülerruderklub, bei euch die Menge auf dem Steg, der Moderator. Großes Kino für beide Seiten.

Und dann habt ihr noch 43 Boote beim Rudern gegen Krebs aufs Wasser gebracht und vorher angelernt. In der Summe hattet ihr damit so an die 105 Boote am Start?

Unser Ruderklub am Wannsee war natürlich dabei. In reinen RaW-Booten und Renngemeinschaften. Wenn wir uns nicht verzählt haben, fehlten in unseren Bootshallen vier Rennvierer, zwei Gigachter, drei Gigvierer.Und unser mixed-Gigvierer mit Jörn Janecke, unserem Vorsitzenden, Martin Weis, Elke Vieler, Annett Biernath mit Steuerfrau Kathrin Zemaitat konnte sogar bei euch aufs Treppchen steigen und Gold abholen – und das in der zahlenmäßig stärksten Abteilung mit 16 Booten. Und es waren die einzigen Frauen an diesem Tag auf dem Podium.

Der Schülerruderklub war euer Buddy: Die angereisten Boote konnten dort gelagert, zu Wasser gelassen und wieder rausgehievt werden. Das passte gut für alle.

Après-Rowing. Wie heißt der Wettergott der Ruderer? Er war bei uns ...

Bei der gelassenen Stimmung auf dem Platz, beim Bier (langes Anstehen), beim Essen, beim ... was sollen wir sagen: Ihr kennt das ja.

Die Wertung? Das Prinzip ist nicht neu, und ihr habt seine Verwendung angekündigt. Alle in einen Topf, mit Hilfe diverser Koeffizienten Berechnung der „eigentlichen" Zeit. Handicap-Wertung beim Rudern. Gibt es woanders auch. Können wir beim Bier drüber reden?

Herzlicher Gruß

Eure Nachbarn vom RaW