zuletzt aktualisiert 6:26:30, 26.11.2019

Michael Buchheit nimmt an Head of the Charles teil

Es gibt weltweit viele tolle Ruderregatten und dann gibt es diese Säulen des Rudersports. Head of the Charles ist eine solche Regatta, einzigartig in seiner Dimension, wie sonst nur Henley Royal Regatta. Im Falle des HOCR sind das 300.000 Zuschauer an der Strecke und 88 Mio. Dollar wirtschaftlicher Mehrwert für Boston (zum Vergleich: Berlin Marathon 65 Mio. Euro). Dieses Jahr waren es in Boston 10.482 Athleten aus 762 Clubs, Schulen, Universitäten, Firmen, Alumnis (<30 Jahre), Masters und Nationalmannschaften, offene Klassen wie auch Leichtgewichte. Fast alle Boote sind gesteuert, Achter, Vierer und Doppelvierer mit Stm., dazu dann noch die Kleinboote, 2x und 1x. Und das ist gut so, denn die 6 Meilen Strecke ist durch diverse Kurven, viele Brücken und Überholvorgänge sehr schwer zu steuern.

Ich darf teilnehmen in einem internationalen MM+50 Achter. Unser Steuermann ist ganz in seinem Element: Immer wieder fahren wir einen 10er, um vor uns liegende Mannschaften zu einem günstigeren Zeitpunkt zum Ausweichen zu zwingen, denn der Langsamere muss hier ausweichen, sonst bekommt er eine Zeitstrafe. Das Ergebnis: Platz 5 von 41 gemeldeten Booten für uns! 

HoCR 2019 Michael Buchheit 2

Foto: Sport Graphics

 

Durch das kontinuierliche Starten ca. im zehn Sekunden Takt werden dieses Jahr die Pausen zum Aufrufen der bisher getrennten Rennen eingespart und Platz geschaffen für ca. 150 weitere Boote - eine sehr gute Nachricht insbesondere für Leistungssport. Denn da, wo unsere nationalen Regatten vom Prestige, Erlebnis oder einfach vom Datum her nicht dazu geeignet sind, die Trainingsleute, die es nicht in die Nationalmannschaft geschafft haben, zu engagieren, lohnt es sich, diese Säulen des Rudersports als Ziel-Regatten anzustreben.

Natürlich sind die Flüge nach Boston teuer. Allerding, ist es hier ähnlich wie in Henley, denn es gibt eine großartige und traditionsreiche Gastfreundschaft, die hilft, die Kosten im Rahmen zu halten: Ausländische Mannschaften, gerade Junioren, werden hier auch privat untergebracht, viele Familien nehmen Gäste auf, die Ruderer-Gemeinschaft wird hier besonders intensiv gelebt. Wir waren von der Harvard Universität eingeladen, inkl. Boot, Riemen und jeder Menge Unterhaltung. Beeindruckend die Geschichte des Rudersports an der Uni: Die Umkleiden zieren Ruder-Memorabilia aus drei Jahrhunderten, und das Platzangebot ist riesig - insgesamt gingen von hier aus 65 Mannschaften ins Rennen. Are you ready? Go!

Text: Michael Buchheit

HoCR 2019 Michael Buchheit 1

Foto: Sport Graphics

 

Segelwetter-Info

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Ab einer Windgeschwindigkeit von >29 km/h (Windstärke 5) sollte nicht mehr gerudert werden. Siehe Windstärke-Tabelle

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