zuletzt aktualisiert 12:42:18, 23.03.2020

Rudern ohne Verein: Im Doppelzweier den Berg hoch

Kein Zugang zum Ruderverein! Meine Ruderwelt in Zeiten des Corona-Vereins-Embargos:

- Ich darf nicht mehr aufs Wasser. Was ist mir daran wichtig? Der Sport, die Natur, der Himmel, die Ruhe, das Element Wasser. Lösung: Früher bin ich viel Rennrad gefahren, das gute alte Gerät habe ich letzte Woche aus dem Keller geholt. Neue Schläuche rein, und los gings durch den Grunewald. Die altbekannte Strecke über die Havelchaussee, Heerstraße, Kronprinzesinnenweg. Fazit: Wald mit Blick auf Wasser anstatt Wasser mit Blick auf Wald. Auch nicht schlecht. Wind nervt auch hier. Gute Nachricht: Fahrradläden dürfen offen bleiben! Allerdings will ich in Zeiten wie diesen so wenig wie möglich in einen (engen) Laden. Aber wenn was fehlt oder ersetzt werden muss, ist das grundsätzlich möglich.

- Ich darf nicht mehr rudern. Was ist mir daran wichtig? Die Ruderbewegung und die Herausforderung der Technik, die Gemeinschaft. Lösung: Radfahren ist auch Ausdauer orientiert, man kann am Hügel auch mal "ein paar Dicke" machen, auch wenn man das weniger selbst bestimmen kann: Der Hügel ist eben da. Die Haltung auf dem Rad ist ungewohnt und mir fehlt die Oberkörperbewegung. Radfahren kann man natürlich alleine oder in einer Gruppe, das ist schön. In Corona-Zeiten heißt das: höchstens als "Zweier", mit Abstand. Das finde ich okay, ich vermisse die größere Gruppe aber wir haben unsere Interaktion auf Social Media und Email verlagert, das ist auch mal akzeptabel. Ich merke auch auf dem Rad, dass ich jemanden brauche, der mich antreibt! Fazit: Ich würde lieber Langlaufski fahren als Radfahren, aber es März in Berlin und RAdfahren ist kein schlechter sportlicher Ersatz für Rudern: Die Beine müssen weiter arbeiten, mein Kreislauf auch. Ich müsste mit Gymnastik/Kraftübungen zuhause noch ergänzen, denn der komplette Ganzkörperworkout ist es nicht. Ich weine der Technik nach, rudern ist einfach eine ständige Herausforderung und gerade in dieser Jahreszeit arbeitet man sonst immer daran, die Baustellen vom Ergo aufs Wasser zu bringen - sehr schade jetzt!

- Ich darf nicht mehr aufs Vereinsgelände. Was ist mir daran wichtig? Ich kann nicht aufs Ergo oder in den Kraftraum, in die Ökonomie fürs Soziale, zu meinem Spind, um meinen Herzfrequenztransponder herauszuholen. Lösung: Verschieden. Ergo ist, wie rudern auf dem Wasser, unmöglich, da ich keinen zuhause habe. Kraftraum kann man sehr gut durch Bodyweight Fitness ersetzen, dazu gibt es viele coole Anregungen im Netz. Problem: Der innere Schweinhund herrscht zuhause. Das Soziale ist eben auf Social Media und Email verlagert, das ist auch ganz lustig aber im Moment gerade der komplette Overload (zusammen mit Familie, Schule, Beruf...). Na ja, der Herzfrequenz-Gurt fehlt mir etwas, aber hey. Fazit: Das Soziale fehlt mir sehr, der Zugang zu den Sportgeräten auch. Und die Sonnenuntergänge! 

- Regatten werden abgesagt. Was ist mir daran wichtig? Der Spaß des Wettbewerbs, die Deadline zur Vorbereitung/Optimierung, die Stimmung und das Wir-Gefühl vor Ort, der Leistungsvergleich. Lösung: Keine. Radrennen sind ja auch abgesagt, und wir können nur warten, ob die Regatten irgendwie noch später im Jahr stattfinden. Fazit: Wahrscheinlich müssen wir die Regatta-Saison 2020 in den Wind schießen.

Die Unsicherheit ist groß, denn auch die Behörden reagieren nur auf die Entwicklungen und es gibt wenig Möglichkeit der Vorhersage. Und ich schreibe das hier aus der Situation heraus, dass weder ich noch andere in meinem engen Kreis infiziert oder krank sind - mir geht es gut! Ich hoffe sehr, dass es allen Vereinsmitgliedern so geht und wünsche allen ein gesundes, sportliches Frühjahr. Ich freu mich sehr auf ein Wiedersehen mit euch!

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Foto: Ulrike Weiß

Text: Irene Thiede

Unsere Anfängerausbildung für die Saison 2020 hat begonnen

In diesem Jahr nahmen 14 Ruderbeginner*innen ihre Ausbildung auf - zunächst wieder im Ruderkasten der Halle in der Onkel-Tom-Straße.
Wie schon in den beiden Jahren vorher verraten jeden Dienstag von 18:00 bis 19:00 Uhr Helga Storm und Uwe Schnellrath insgesamt 8 Neulingen die Geheimnisse des Mannschaftssports Rudern.
Olaf Donner engagiert sich dann am Freitag für weitere 6 Neulingen in der Zeit von 20:00 bis 22:00 Uhr. Vielen Dank dafür.

Unseren Anfängerinnen und Anfängern wünschen wir viel Erfolg bei der Ausbildung und Spaß am Rudern! Und das sind sie!

Anfänger Dienstag
Von links nach rechts:
Hinten: Uwe Schnellrath (Ausbilder), Udo Kurtenbach, Stefanie Odenthal, Ulrike Behrens.
Vorne: Timo Ahlers, Carola Wolf- Kurtenbach, Martina Baumgartner, Anja Herrnleben, Josef Funke und Helga Storm (Ausbilderin)

Anfänger Freitag klein
Von links nach rechts
Mai Lin Tjoa-Bonatz, Peter Ebitsch, Antje Klamt, Bernd Tillig, Olaf Donner (Ausbilder)
und Oliver Fromm. Leider noch nicht dabei: Stefan Doyé.

Und bereits am 26. März beginnt die erste Gruppe mit dem Training auf dem Wasser. Wenn Wind und Wetter mitspielen, dann wird die diesjährige Anfänger-Grundausbildung am 30. April beendet sein.

Text u. Fotos: Ellen Pfeiffer

5. Platz für RaW Frauen beim Women's Challenge 2020

Wisst ihr, was ein Kuckuckszitat ist? Die Antwort liegt nahe, und eines der berühmtesten solcher untergejubelten Zitate ist der Vergleich des Lernens mit dem Rudern gegen den Strom. Zugeschrieben wird es diversen Autoren, vermutet wird der Ursprung jedoch im alten China….Das Zitat passt irgendwie zu unserer Challengeteilnahme: Wir lernen beim Rudern, mit dem Strom umzugehen, uns den Herausforderungen eines Winterwettkampfes über vier Wochen im RaW-Ergoraum und in manchem Sportstudio zu stellen.

Fotokollage WRC 2020

Fotos: Ellen Pfeiffer, Karola Brandt, Annett Biernath und andere.


Ergochallenge im Winter heißt, sich aufzuraffen, in anaerobe Belastungen zu gehen, für manche auch, den Ausdauertrainingsplan ein wenig zu vernachlässigen. Gerade im Winter wird normalerweise nicht am Tempo, sondern an der Grundlagenausdauer gearbeitet.
Der Modus ist klar: Jede zieht für sich allein, aber in der Gesamtschau geht es vor allem um das Vereinsranking bundesweit. Da stehen wir super da: Von 115 Vereinen der Challenge 2020 haben wir den 5. Platz mit 1.228.023 Gesamtmetern belegt. Auch mit dem Wissen darüber, dass viele Vereine viele Kilometer über einen hohen Mobilisierungseffekt erruderten. Sie haben ihre Freundinnen, Bekannte, Kolleginnen zum Mitmachen ermuntern können. Das gefällt nicht jeder von uns – aber ganz ehrlich: Ist das nicht eine respektable Leistung eines kleinen Vereins, den halben weiblichen Anwohneranteil motivieren zu können, mitzumachen? Es ist doch toll, wenn Frauen sich aufraffen, sich zu bewegen und sich zu begegnen. Denn darum geht es doch auch. Nicht um den Wettkampf allein, sondern um die Gemeinsamkeit hinter dem Kampf jeder Einzelnen von uns. Und auch unser RaW hat etliche Externe und RaW-Anfängerinnen gewinnen können, so dass wir mit ihrer Hilfe so weit vorn landeten. Macht das den entscheidenden Unterschied zwischen dem 5. und dem 8. Platz.? Einerseits ja, andererseits…. ist unser Ergebnis eine satte Teamleistung. Wir haben aus dem Vorjahr gelernt und kräftiger getrommelt. Mitgezogen haben heuer 107 Frauen, 69 waren es 2019. Im Durchschnitt zog jede Frau 11476 m, je Armpaar 772 m mehr als im vergangenen Jahr.
Und – die Siegerinnen ihrer jeweiligen Altersklassen sind:
Annalena Fisch, Ella Cosack, Julia Richter, Irene Thiede, Sylvia Nicolaus, Anna Moschik, Karo Elisabeth Brandt. Herzlichen Glückwunsch!
Wissbegierigen legen wir die Seite des DRV ans Herz: Alle wettkampfrelevanten Daten und Fakten sind gelistet.
Wir haben eine tolle Leistung in diesem Jahresstartmonat Januar hingelegt. Mit einem powervollen Organisations- und Illustrationsteam für die Einheit im Hintergrund: Herzblut, Zeit und Kraft investierten Ellen Pfeiffer, Elke Vieler, Karo Elisabeth Brandt, Annett Biernath, Amina Grunewald, und Katrin Schülke. Verstärkung bekamen die Frauen jeden Mittwoch von Michael Buchheit, der als Trainer und Anfeuerer die Ergoruderinnen betreute. Weitere Unterstützung gaben Jörg Niendorf, Irene Thiede, Olaf Donner, Dirk Bublitz, Ella Cosack.
Zum Abschluss lud das Orga-Team zur Party – zum Prosektchen, zum Kennenlernen, Austauschen, Verabreden, Fotos schauen, sich von Jutta und Kai verwöhnen lassen. Rund 40 Frauen trafen sich zu einem gelungenen, gelassenen, fröhlichen Abend, und natürlich waren sich alle einig darüber, dass im kommenden Jahr die Challenge wieder ein super Start in ein Sportjahr sein wird.

Text: Annett Biernath

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Foto: Annett Biernath

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Foto: Annett Biernath

Sebastian Stuart gewinnt bei den Deutschen Indoor Rowing Meisterschaften

Am vergangenen Sonntag, den 2. Februar, war Sebastian Stuart in Essen-Kettwig für den RaW bei den Deutschen Indoor Rowing Meisterschaften am Start.

Hier konnte er sich gegenüber seiner Konkurrenz souverän durchsetzen und erreichte den 1. Platz beim 2000 Meter-Rennen mit einem riesigen Vorsprung von 90 Sekunden innerhalb von nur 6 Minuten und 59 Sekunden das Ziel. Wir sind stolz auf Sebastians Leistung und gratulieren ihm zu diesem großartigen Erfolg!

Nach-Challenge Feier für alle!

Auch die Herren und auch Nicht-Teilnehmer an der Women's Rowing Challenge 2020 sind herzlich eingeladen, mit uns zu feiern! Das Orga-Team bittet um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Poster NAch Challenge Feier 11.02.20

 

Segelwetter-Info

Genaue Wettervorhersagen finden Sie auf der Seite des WassersportInformationsDienst Berlin.
Ab einer Windgeschwindigkeit von >29 km/h (Windstärke 5) sollte nicht mehr gerudert werden. Siehe Windstärke-Tabelle

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