zuletzt aktualisiert 12:02:02, 02.07.2020

Tagebuch der Covid-19 Maßnahmen für den Stammklub

Gig 5er 24.06.20

Stand Ende Juni 2020: haushaltsgemischte Mannschaftsboote unter strengen Auflagen erlaubt.

Mitte März wurden wir alle nach Hause geschickt, alle Sportanlagen, auch der Ruderverein, wurden geschlossen. Die Ergometer wurden an die Leistungssportler/innen verteilt, die anderen Mitglieder mussten sich mit Joggen und Radfahren begnügen. Das Vereinsgelände lag verlassen da.

Anfang April durften wir dann, mit strikten Hygiene-Vorschriften, im Einer oder in "Haushalts-Mannschaften" aufs Wasser. Umkleiden, Duschen und die Gastronomie blieben geschlossen. Nur Mitglieder mit Obschein konnten dieses Angebot nutzen und es wurde eine Steg-Liste erstellt, in die man sich online für einen Zeitslot am Steg eintragen musste.

Skiff rudern April 2020 2

Nur alleine, nur mit Obschein: das erste Rudern nach dem Lockdown.

Mitte Mai war dann ein großer Schritt getan: die Ökonomie durfte wieder aufmachen, und Gruppensport in kleinem Umfang auf dem Bootsplatz wurde erlaubt und mit Dirk und Matthias auch sofort organisiert. Gleichzeitig haben Jörg, Irene und Dietmar begleitetes Einer-rudern etabliert für Mitglieder ohne Obschein. 

Gruppensport auf dem Bootsplatz Mai 2020

Gruppensport auf dem Bootsplatz, mit Abstand und nur bei schönem Wetter. Foto: Amina Grunewald

begleitetes Skiffrudern Mai 2020

Hilfestellung beim Anlegen im Skiff.

Bald darauf, am 20. Mai, wurden auch Ausfahrten mit Personen aus zwei Haushalten erlaubt, sofern sie einen Sitzplatz zwischen sich freilassen.

Status heute, 26. Juni, dürfen auch Ruder/innen aus verschiedenen Haushalten in (fußgesteuerten) Mannschaftsbooten fahren. Es besteht strikte Maskenpflicht auf dem Gelände.

 

Absage der Anfängerausbildung 2020

Absage der Anfängerausbildung 2020 für 14 motivierten Ruderer und Ruderinnen!

Am Freitag, d. 19. Juni haben wir beschlossen, die Anfängerausbildung dieser Saison nicht fortzusetzten.

Unsere 14 Anfänger konnten in diesem Jahr nur bis Mitte März im Kasten die Grundlagen erlernen – dann war Schluss!!

Wir haben allen mit diesem Schreiben nun abgesagt:

Liebe Ruderbeginner*innen 2020,

 nun ist auch der Juni fast vorbei und wir dürfen noch immer nicht in die Mannschaftsboote. Daher haben wir sehr schweren Herzens entschieden, die Anfängerausbildung in diesem Jahr nicht mehr abzuschließen. 

 Zu unseren Beweggründen:

  1. 1.Wir gehen nicht davon aus, dass wir vor Anfang/Mitte Juli mit  Ruderern aus mehreren Haushalten in einem Vierer platznehmen können. 
  2. 2.Wenn es aber soweit ist, wird es weiterhin starke Auflagen geben, so dass wir zunächst  mit guter Organisation unseren Mitgliedern, die bisher nicht in Einern auf dem Wasser waren, Möglichkeiten eröffnen wollen, wieder gemeinschaftlich zu rudern.
  3. 3.Viele unsere Anfänger des letzten Jahres waren ebenfalls seit Monaten nicht auf dem Wasser. Ihnen soll mit einem guten Technikangebot ein guter neuer Einstieg ermöglicht werden.
  4. 4.Auch werden unsere Ausbilder nach den langen Einschränkungen für die Anfängerausbildung nicht in dem gewohnten Umfang zur Verfügung stehen. D.h. wir müssten die Ausbildung auf wenige Schultern verteilen, was uns vor große Schwierigkeiten stellen würde.
  5. 5.Und ganz zum Schluss haben wir auch noch den Faktor einer sehr kurzen Saison bis zum Herbst für Euch Anfänger*innen. Und damit würdet ihr nicht genug Erfahrung in den Winter mitnehmen.

Wir hoffen sehr, dass ihr die vorgetragenen Beweggründe nachvollziehen und Verständnis für unsere Entscheidung aufbringen könnt.

 Was wir euch anbieten möchten:

  1. 1.Wir erwägen eine Schnupper-Ausfahrt für euch auf die Beine zu stellen, damit ihr das Gefühl wahrnehmen könnt, was Rudern auf dem Wasser heißt und wie es sich anfühlt bei Wind, Wellen und zwischen Seglern und Motorbooten im Boot zu sitzen. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass einige Anfänger*innen nach der erste Trainingseinheit auf dem Wasser die „Segel“ streichen, weil sie merken, dass es doch nicht der richtige Sport für sie ist.
  2. 2.Wir erwägen – sofern ihr aufgrund der Bedingungen in diesem Jahr weiterhin am Rudern interessiert seid – euch im Winter ein kostenloses Auffrischungsangebot im Ruderkasten anzubieten. 
  3. 3.Möchten wir die Grundausbildung „ Wasser“ im kommenden Frühjahr mit euch fortsetzten. Es braucht also keine neue Anmeldung.

Allerdings klappt das alles nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, dass wir in Mannschaften auf´s Wasser oder im Winter in die Halle können. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Nun bitte ich Euch um Rückmeldung, ob Ihr weiterhin interessiert seid.

Auch im Namen unseres Ausbildungsteams grüße ich Euch herzlich und wünsche Euch allerbeste Gesundheit und einen schönen Sommer,

Ellen 

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Die Rückmeldungen gehen Schlag auf Schlag bei uns ein – alle voller Verständnis und einem herzlichen Dank an die Ausbilder*innen für die Vorschläge und Angebote für das Weitermachen.

Nun hoffen sie alle auf die Schnupperfahrt, auf die sie sich sehr freuen!

(Ellen Pfeiffer)

"Einer" für alle

Nicht jedes erwachsene Mitglied im RaW fährt gerne und geübt Skiff, und es gibt auch einige Mitglieder ohne den obligatorischen Obschein, um ein Boot selbstständig führen zu dürfen. Trotzdem ist und bleibt seit Mitte Mai das rudern im Einer eine der wenigen Möglichkeiten zu rudern (mit corona-korrektem Abstand). Daher bietet das Trainer-Team des RaW seitdem wöchentlich begleitetes Skiff fahren an: Ein/e Trainer/in im Skiff und eine/r im Motoroot stellen sicher, dass alle heile über den Wannsee kommen und geben Tipps zu Technik und Übung im kibbeligen Boot. Alle Teilnehmer/innen merken, wie sie schnell Routine und Sicherheit entwickeln, die Verkehrsregeln lernen und endlich wieder das schöne Ruderrevier genießen können.

BEgleitetes Skiff 2

Begleitete Skiff 1

Fotos und Text: Thiede

 

Der Einer-Zwang

Welch Freude! Diverse Chatgruppen der Stammklub-Mitglieder sind seit Freitagmorgen voll mit Bildern glücklicher Ruder/innen im Skiff - der Himmel blau, die Bäume grün, das Wasser einladend leer! Unter strengen Auflagen und beträchtlichen Einschränkungen dürfen wir seit Freitag, 24. April 2020 wieder unseren liebsten Sport ausüben. Sofern wir einen Obschein haben und bereit sind, im Skiff zu rudern (für Familien und gemeinsame Haushalte auch im Mannschaftsboot).

Haltet euch bitte alle streng an die Vorgaben, auch im Interesse der anderen Mitglieder! Wir wollen wirklich nicht, dass sich der Vorstand gezwungen sieht, uns aus Gefährdungsgründen diesen Zugang wieder zu verwehren. Viel Spaß allen!

Skiff rudern April 2020 2

Skiff rudern April 2020 1

Foto: Kai Erfurth

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Rudern ohne Verein: Im Doppelzweier den Berg hoch

Kein Zugang zum Ruderverein! Meine Ruderwelt in Zeiten des Corona-Vereins-Embargos:

- Ich darf nicht mehr aufs Wasser. Was ist mir daran wichtig? Der Sport, die Natur, der Himmel, die Ruhe, das Element Wasser. Lösung: Früher bin ich viel Rennrad gefahren, das gute alte Gerät habe ich letzte Woche aus dem Keller geholt. Neue Schläuche rein, und los gings durch den Grunewald. Die altbekannte Strecke über die Havelchaussee, Heerstraße, Kronprinzesinnenweg. Fazit: Wald mit Blick auf Wasser anstatt Wasser mit Blick auf Wald. Auch nicht schlecht. Wind nervt auch hier. Gute Nachricht: Fahrradläden dürfen offen bleiben! Allerdings will ich in Zeiten wie diesen so wenig wie möglich in einen (engen) Laden. Aber wenn was fehlt oder ersetzt werden muss, ist das grundsätzlich möglich.

- Ich darf nicht mehr rudern. Was ist mir daran wichtig? Die Ruderbewegung und die Herausforderung der Technik, die Gemeinschaft. Lösung: Radfahren ist auch Ausdauer orientiert, man kann am Hügel auch mal "ein paar Dicke" machen, auch wenn man das weniger selbst bestimmen kann: Der Hügel ist eben da. Die Haltung auf dem Rad ist ungewohnt und mir fehlt die Oberkörperbewegung. Radfahren kann man natürlich alleine oder in einer Gruppe, das ist schön. In Corona-Zeiten heißt das: höchstens als "Zweier", mit Abstand. Das finde ich okay, ich vermisse die größere Gruppe aber wir haben unsere Interaktion auf Social Media und Email verlagert, das ist auch mal akzeptabel. Ich merke auch auf dem Rad, dass ich jemanden brauche, der mich antreibt! Fazit: Ich würde lieber Langlaufski fahren als Radfahren, aber es März in Berlin und RAdfahren ist kein schlechter sportlicher Ersatz für Rudern: Die Beine müssen weiter arbeiten, mein Kreislauf auch. Ich müsste mit Gymnastik/Kraftübungen zuhause noch ergänzen, denn der komplette Ganzkörperworkout ist es nicht. Ich weine der Technik nach, rudern ist einfach eine ständige Herausforderung und gerade in dieser Jahreszeit arbeitet man sonst immer daran, die Baustellen vom Ergo aufs Wasser zu bringen - sehr schade jetzt!

- Ich darf nicht mehr aufs Vereinsgelände. Was ist mir daran wichtig? Ich kann nicht aufs Ergo oder in den Kraftraum, in die Ökonomie fürs Soziale, zu meinem Spind, um meinen Herzfrequenztransponder herauszuholen. Lösung: Verschieden. Ergo ist, wie rudern auf dem Wasser, unmöglich, da ich keinen zuhause habe. Kraftraum kann man sehr gut durch Bodyweight Fitness ersetzen, dazu gibt es viele coole Anregungen im Netz. Problem: Der innere Schweinhund herrscht zuhause. Das Soziale ist eben auf Social Media und Email verlagert, das ist auch ganz lustig aber im Moment gerade der komplette Overload (zusammen mit Familie, Schule, Beruf...). Na ja, der Herzfrequenz-Gurt fehlt mir etwas, aber hey. Fazit: Das Soziale fehlt mir sehr, der Zugang zu den Sportgeräten auch. Und die Sonnenuntergänge! 

- Regatten werden abgesagt. Was ist mir daran wichtig? Der Spaß des Wettbewerbs, die Deadline zur Vorbereitung/Optimierung, die Stimmung und das Wir-Gefühl vor Ort, der Leistungsvergleich. Lösung: Keine. Radrennen sind ja auch abgesagt, und wir können nur warten, ob die Regatten irgendwie noch später im Jahr stattfinden. Fazit: Wahrscheinlich müssen wir die Regatta-Saison 2020 in den Wind schießen.

Die Unsicherheit ist groß, denn auch die Behörden reagieren nur auf die Entwicklungen und es gibt wenig Möglichkeit der Vorhersage. Und ich schreibe das hier aus der Situation heraus, dass weder ich noch andere in meinem engen Kreis infiziert oder krank sind - mir geht es gut! Ich hoffe sehr, dass es allen Vereinsmitgliedern so geht und wünsche allen ein gesundes, sportliches Frühjahr. Ich freu mich sehr auf ein Wiedersehen mit euch!

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Foto: Ulrike Weiß

Text: Irene Thiede

 

Segelwetter-Info

Genaue Wettervorhersagen finden Sie auf der Seite des WassersportInformationsDienst Berlin.
Ab einer Windgeschwindigkeit von >29 km/h (Windstärke 5) sollte nicht mehr gerudert werden. Siehe Windstärke-Tabelle

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