zuletzt aktualisiert 12:20:11, 16.02.2020

Drei Fragen an Lena Hansen

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Foto: ChristianSchwier

Lena Hansen unsere sympathische U23 Sportlerin skullt. Erstmal nix besonderes, allerdings war der Weg dorthin anderes als gedacht. Lena ist Jahrgang 2000 und rudert seit Ihrem 10. Lebensjahr. Die ersten Schläge tat sie auf der Dahme in Königs Wusterhausen, ab Herbst 2016 hatte sie sich in den Kopf gesetzt besser und schneller zu werden und wechselte auf die Havel, in die Trainingsgruppe des RaWs. Dort fand sie schnell Anschluss in die Gruppe und ruderte in Ihrer ersten Wannseesaison im Zweier ohne Steuerfrau mit Natascha Spiegel eine recht erfolgreiche Regattasaison. Am Ende reichte es für einen 4. Platz im Zweier ohne und eine Bronzemedaille im Achter. Daraus folgte die Nominierung für den Baltic-Cup im Zweier ohne und das Ende der Saison wurde mit einer internationalen Silbermedaille abgeschlossen.

Ein Feuerwerk vom feinsten folgte im darauffolgenden Jahr. Die Saison 2018 sollte dann das Jahr des Wannsee-Zweiers werden. Gemeinsam mit Natascha fuhr Lena eine makellose Saison, sie krönten diese Saison mit der Goldmedaille im Zweier ohne auf der DJM, qualifizierten sich damit direkt für die Junioren Weltmeisterschaften und nebenbei, als Kirsche auf der Torte, gewannen sie die Silbermedaille im Damenachter. Dies bedeutete 5 Wochen UWV in Berlin Grünau und zurück auf der Dahme für Lena. Zusammen mit Vuke als Bootstrainer, wurden die 3 RaW’ler mit einem 9. Platz belohnt. Diese tolle Saison bestätigte Lena darin, dass Rudern Ihr Ding ist. Also weiter im U23 Bereich. Da Natascha die Riemen an den Nagel gehängt hatte, musste Lena sich neu positionieren und orientieren. U23 – Riemen bedeutet, Training in Potsdam am Bundesstützpunkt, wechselnden Zweierpartnerinnen und die Suche nach dem Sinn des Ganzen. Mit vielen Wechseln während der Saison, wurde die Entscheidung getroffen einen Vereinszweier mit Hannah Reif auf der U23-DM starten zu lassen, immerhin kam so ein vierter Platz raus und die Nominierung für die U23-EM im August. Das Kuriosum U23 rudern hatte dann zur Folge, dass Lena im Achter saß, der Bronze in Brandenburg gewann und Hannah in einer anderen Renngemeinschaft den vierten Platz belegte. Whatever, am Ende der Saison gab es eine ungefährdete Bronzemedaille auf der EM im Damenachter, die im Griechischen Ioannina stattfand.

Kurze Pause und viele Gespräche später wurde entschieden, dass es im Abiturjahr besser ist in ein normales Trainingsumfeld zurückzukehren und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Also, back to the roots in die RaW Trainingsgruppe und den Riemen mit einem Paar Skulls getauscht. Hier ist Sie nun die Seniorin der Gruppe und gibt Ihrer Erfahrungen an die Jugend weiter.  

Warum fährst Du jetzt Einer?
Seit September 2019 rudere ich den Einer. Anstoß dazu war es, dass ich für Saison 2020 noch ohne Partnerin war und somit gab es keine Perspektive. Die Saison 2019 verlief ziemlich holprig und hat mir persönlich im Riemenboot kein Spaß mehr gemacht. Ich hatte keine feste Partnerin und einen neuen Trainingsort in Potsdam mit langer Fahrzeit. 

Ich habe die Gemeinschaft der Trainingsgruppe im RaW vermisst und Vuke mit dem ich als Trainer meine besten Erfahrungen gemacht habe. Im Einer zu sitzen macht mir gerade so viel Spaß, weil es nur auf die eigene Leistung ankommt und man keine Ausreden suchen kann. Zusätzlich kann ich bei langen Einheiten viel Ruhe finden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Meine Lieblingsbootsklasse ist der Doppelvierer und ich habe lange schon daran gedacht mal wieder in einem schnellen Boot mit viel Power über den See zu gleiten.

Wie bist Du zum Rudern gekommen?
Zum Rudern bin ich über meine zwei Brüder und meiner Mama gekommen, die ebenfalls gerudert sind. 2010 bin ich noch geritten während sich meine beiden Brüder einem Ruderverein in Königs Wusterhausen angeschlossen hatten, um dort Sport zu treiben. Da sich meine Reitgruppe mehr und mehr aufgelöst hatte, verlor ich den Spaß. Meine Mama wollte anfangs nicht, dass ich rudere und es hat eine Weile gedauert, um sie zu überzeugen, dass Rudern ein cooler Sport ist. So bin ich eines Tages mit meinen Brüdern mitgegangen und wurde im WSV KW sehr freundlich begrüßt. Ich lernte schnell rudern, die Gemeinschaft dort wurde immer fester und ich habe neue gute Freunde gefunden. Seither habe ich das Rudern für mich entdeckt und habe bis jetzt immer noch sehr viel Spaß daran.

 Was hat sich für Dich in den letzten beiden Jahren im Training geändert und wie können die Junioren von deiner Erfahrung partizipieren?
Das Training hat sich für mich im Allgemeinen nicht groß geändert. Rudern ist eine eher weniger vielfältige Sportart was das Training betrifft. Es geht hauptsächlich um Kraftausdauer. Diese kann durch Laufen, Rad und Ergo fahren, Rudern, spezifischem Krafttraining und manchen anderen Sportarten herbeigeführt werden. Wenn man davon zwei Sachen an einem Tag trainiert, die ganze Woche lang, wiederholt sich das schon einige Male. 

Für mich hat sich geändert, dass ich meinen Trainingsplan jetzt teilweise mitgestalten darf. Ich kann Wünsche äußern und pflege eine gute Kommunikation zu und mit Vuke damit das Training gut auf mich zugeschnitten wird. Ich denke ich kann den Junioren vor allem Motivation mitgeben und zeigen, dass es auch nach den Jahren als Junior einen Weg gibt im Verein aktiv Leistungssport zu betreiben. 

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Der Wannsee-Zweier 2018, Natascha Spiegel und Lena Hansen (Foto: www.meinruderbild.de)

 

 

 

Segelwetter-Info

Genaue Wettervorhersagen finden Sie auf der Seite des WassersportInformationsDienst Berlin.
Ab einer Windgeschwindigkeit von >29 km/h (Windstärke 5) sollte nicht mehr gerudert werden. Siehe Windstärke-Tabelle

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