zuletzt aktualisiert 18:35:31, 28.03.2017

Bundeswettbewerb 2015

Nach dem erfolgreichen Landesentscheid, auf dem sich alle Boote des Jung-RaWs für den BW qualifizieren konnten (zwei der drei Boote sogar als Landessieger), trafen sich am Mittwoch dem 1.7. neun Kinder und ein Trainer im Ruderzentrum am Hohenzollernkanal, um mit den anderen Berliner Booten nach Hürth aufzubrechen, wo der diesjährige Bundeswettbewerb stattfand. Die Wetterprognose kündigte das gesamte Wochenende über Temperaturen bis zu 38 Grad an, sodass warme Klamotten getrost zuhause gelassen werden konnten.

Am Freitag fanden die Langstreckenrennen statt, die wegen der Hitze von 3000m auf 2000m verkürzt wurden. Unsere Kinder kamen allerdings mit dieser Olympischen Wettkampfdistanz bestens zurecht. Simon Tacke und Sönke Klusmann waren im leichten Doppelzweier sogar Zeitschnellste! Die beiden Jungs sicherten sich so einen Start im A-Finale und gleichzeitig die Teilnahme an einem einwöchigen Lehrgang in Ratzeburg. Dies wurde bestimmt auch dadurch gefördert, dass sie in einem erst zum Landesentscheid gelieferten, komplett neuen Doppelzweier saßen.

Unsere beiden kleinsten und leichtesten Mädels konnten beweisen, dass sie auch als 11-Jährige bei den 12 und 13 Jährigen durchaus mitmischen können und sicherten sich als Außenseiter mit der 6.schnellsten Zeit ebenfalls einen Start im großen Finale. Allein dafür bewundern wir Lina Götze und Marlene Lauter!

In der Königsdisziplin der Kinder, dem 14-jährigen, schweren Jungsdoppelvierer stellten wir ebenfalls unseren neuen 4x+. Die Jungs um Steuermann Moritz Lauter kamen mit der fünftschnellsten Zeit ins Ziel. Somit qualifizierten sich auch Jesper Fisch, Julian Bolze, Maximilian Althammer, Lars Probst und Moritz Lauter für einen Start im 1. Finale. Es qualifizierten sich also alle gemeldeten Boote des Ruderklubs am Wannsee für das A-Finale.

So erfolgreich war der RaW auf einem Bundeswettbewerb noch nie!!!

Nach einem sehr heißen und anstrengenden Samstag auf einem Sportplatz, auf dem der Zusatzwettbewerb stattfand, standen am Sonntag dann endlich die großen Finals an. Da wir unsere Saisonziele schon weit übertroffen hatten (Ziel der Kiddies war es am BW teilzunehmen, von einem Start im großen Finale haben wir alle nur geträumt) gingen die Kinder unbeschwert von erfolgssüchtigen Trainern und Eltern an den Start der entscheidenden 1000m. Hier nagten dann allerdings die letzten 4 Nächte in einer mit knapp 200 Menschen gefüllten und mindestens 40 grad warmen Turnhalle und die vergangenen heißen Tage an unseren Kräften, sodass Lina Götze und Marlene Lauter nach einem ärgerlichen Krebs den 6. Platz belegten.

Bei Simon Tacke und Sönke Klusmann wurde das neue Boot nun zum Verhängnis, denn es war noch nicht getauft und brachte somit unabwendbares Unglück. Hier reichte es noch für einen 5. Platz.

Der Doppelvierer trug zum Glück schon einen Namen und die schweren Jungs konnten ihren 5. Platz von Freitag verteidigen.

Wir fuhren am Sonntag komplett unterschlafen, erschöpft und mindestens 2 kilo leichter durch ein fürchterliches Gewitter Nachhause und rasteten um halb 10 noch schnell bei Mc Donald´s um die leeren Speicher wieder aufzufüllen. Im Gepäck hatte der Ruderklub am Wannsee zwei 5. Und einen 6. Platz!! Die Berliner Ruderjugend belegte in der Länderwertung den 2. Platz.

Mein Dank für dieses wunderbare Wochenende liegt erst einmal bei den Kindern selbst, die sich deutlich professioneller und pflegeleichter verhielten als so manch anderer Verein. Dann natürlich bei meinen Trainerkollegen Niklas Arndt und Marius Brunzel, die am Sonntag ebenfalls beide vor Ort waren. Zu guter Letzt natürlich den Eltern (viele waren ebenfalls vor Ort), den Spendern und allen anderen die ihren Teil zu einer so erfolgreichen Jugendarbeit beigetragen haben und die ich gerade vergesse.

Abschließend wünsche ich allen Jungs, die nun ins Training übergegangen sind ganz viel Erfolg und Spaß in ihrer Leistungssportkarriere.

Macht uns noch stolzer als wir es ohnehin schon sind!!!

Christoph Bublitz

Segelwetter-Info

Genaue Wettervorhersagen finden Sie auf der Seite des WassersportInformationsDienst Berlin.
Ab einer Windgeschwindigkeit von >29 km/h (Windstärke 5) sollte nicht mehr gerudert werden. Siehe Windstärke-Tabelle